[Rezension] Zorneskalt - Colette McBeth

Deutsches Cover
Englisches Cover

Titel: Zorneskalt
Broschiert: 12,99€
Kindle: 9,99€
Audio: 11,99€
Verlag: Blanvalet
Seiten: 384

Engl. Titel: Precious Thing 
Gebunden: 17,50€
Taschenbuch: 8,36€


Sie weiß alles von dir: deine beste Freundin. Und genau das macht sie so gefährlich ...

Rachel Walsh, Kriminalreporterin des Nachrichtensenders National News Network, wird zu einer Pressekonferenz der Polizei in Brighton entsandt. Als sie den Konferenzraum betritt, sieht sie auf einem Poster neben dem Podium das Bild ihrer ältesten, besten Freundin vor sich: Clara O’Connor. Clara, mit der Rachel drei Tage zuvor in einer Bar verabredet, die dort jedoch nie aufgetaucht war … 
Ein bitterböses und hochspannendes Debüt mit tiefen psychologischen Einsichten in eine Frauenfreundschaft auf dem schmalen Grat zwischen grenzenlosem Vertrauen und abgrundtiefem Hass.


Zorneskalt ist meiner Meinung nach ein recht spannender und unterhaltsamer Roman, der aber insgesamt doch etwas weniger Überraschungen bietet, als die Autorin wohl geplant hatte. 
Zunächst fällt dem Leser nach Beginn des Buches die ungewöhnliche Schreibweise auf: Es handelt sich hierbei um eine Art Brief von Rachel an ihre ehemalige beste Freundin Clara, bei der der Adressat (Clara) immer wieder namentlich angesprochen wird.
Die Ausgangslage ist folgende: Clara ist verschwunden, sowie auch Rachels Freund. Rachel ist verzweifelt und versucht auf eigene Faust heraufzufinden was mit den beiden geschehen ist. Dabei stößt sie immer wieder auf Dinge aus der Vergangenheit und kommt so zu einem (nicht ganz so) überraschenden Schluss.
Zugegeben ist diese Art zu Anfang sehr verwirrend, was durch den etwas wirren Erzählstrang noch unterstützt wird. Man hat das Gefühl, die Autorin verliert manchmal ein wenig den roten Faden und schweift in unnötige Detailerzählungen ab. Auch wird immer wieder zwischen Vergangenheit und Gegenwart hin und her gesprungen und das teilweise sogar mitten im Kapitel. 
 
Es hat einige Zeit gedauert, bis ich mich an diese ständigen Wechsel gewöhnen konnte, aber ab nach einiger Zeit begann ich mich für die Geschichte zu erwärmen.
Die Rückblicke in die Vergangenheit sind um einiges spannender gestaltet als die Gegenwart und ich als Leser war versucht die eher etwas drögen und sich wiederholenden Kapitel in der aktuellen Zeit zu überspringen. Auch bringen diese die Geschichte immer wieder ins Stocken und man hat einfach das Gefühl, dass die Geschichte nicht so wirklich ins Rollen kommt. 
Erst gegen Ende, so auf den letzten 50 Seiten kommt nochmal wirklich Spannung auf, als Rachel entdeckt, wer wirklich hinter Claras Verschwinden steckt.
Der "überraschende" Twist am Ende hat mich, muss ich leider sagen, nicht wirklich überrascht, sondern eher bestätigt, was ich mir schon seit ein paar 100 Seiten dachte.
Die Psychospielchen, die auf den letzten Seite des Buches getrieben werden, sind hingegen sehr spannend zu beobachten.
Das eher offene Ende in Zorneskalt ist denke ich Geschmackssache. Mich persönlich hat es nicht sonderlich gestört nicht weiter über Rachels Schicksal oder die Ursache für das Ereignis in Claras Leben aufgeklärt zu werden, da mich die gesamte Geschichte nicht so sonderlich gefesselt hat. Ich kann mir allerdings vorstellen, dass die Autorin einige fragende E-Mails bekommen hat, denn so ein Ende kann einen schon mal wurmen. 


Ich würde dem Buch das Attribut "recht gut", jedoch nicht außerordentlich gut zu ordnen. Wenn man nach einem wirklich spannenden Thriller sucht, der einen an die Seiten fesselt und das Buch in einem Rutsch durchlesen lässt, sollte man sich allerdings vielleicht doch lieber woanders umsehen. 
In Zorneskalt erwarten einen eher mäßige Spannung und viel zu kurz in der Ausführung gekommene Psychospielchen. Dennoch lässt sich das Buch für zwischendurch gut lesen. 


2,5/5


... an den blanvalet Verlag.

Kommentare:

  1. Schöne Rezi :) Ich habe dich getaggt, guck doch mal auf meiner Seite vorbei: http://sandraslittleworldofbooks.blogspot.de/2014/01/unter-200-follower-tag.html

    Liebe Grüße
    Sandra

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  2. Schade, dass das Buch nicht hält, was die Kurzbeschreibung verspricht. Leider gibt es viel zu viele Bücher, bei denen die Idee super ist und die Ausarbeitung mangelhaft :-(

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    1. Ja genau das dachte ich mir auch. Ich hatte mir wirklich mehr erhofft :/

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