[Kurzrezension] Wainwood House, Leonard Peacock, Passagier 23


Es hat sich wieder einiges an rezensionsfälligen Büchern angesammelt, die ich jetzt bequemerweise einfach mal alle in einem Beitrag abfrühstücke :D





Obwohl ich Sarah Stoffers Schreibstil sehr schön und vor allem detailreich fand, konnte mich die Geschichte auf Dauer leider einfach nicht so wirklich fesseln. Die Kapitel waren mir zu lang, sodass man zwischendurch quasi gar keine Pause hat um einmal kurz durchzuatmen, sondern gefühlt endlose Handlungsstränge, während der jedoch mehrfach der Erzähler wechselt.
Wir erleben die Geschichte aus der Sicht von 4 (wenn ich mich recht erinnere) Personen, was ich an sich sehr spannend fand. Jeder zeichnet sich durch eine eigene Persönlichkeit und einen individuellen Erzählstil aus.
Dennoch ließ mich die etwas langatmige Handlung doch eher stockend lesen, sodass ich fast meinen ganzen Januar nur für dieses Buch geopfert habe.
Nichtsdestotrotz bin ich froh es beendet zu haben, denn die Auflösung war recht interessant, jedoch nicht sonderlich spannend oder überraschend.
Generell muss ich leider auch sagen, dass ich mit Historienromanen im allgemeinen eher selten warm werden kann.

Das Buch wird als Historienroman gemischt mit Jugendbuch promotet. Ich hätte mir etwas mehr Jugend und Action und etwas weniger Historie und Langatmigkeit gewünscht.

2/5 Bookmarks



Dieses Buch hat mich wirklich sehr überrascht! Ich bin ohne große Erwartungen an die Geschichte heran gegangen, da ich noch nicht viel über das Buch gehört hatte.
Natürlich kenne ich Matthew Quick, jedoch habe ich noch keins seiner Bücher gelesen und ich bin froh, dass es mit Happy Birthday Leonard Peacock bei mir so ein tolles Debüt hingelegt hat!
Wir begleiten den 18-Jährigen Leonard, der eine Art Amoklauf bzw. Mord-Selbstmord an seinem ehemaligen besten Freund plant. Warum und wie Leonards Vergangenheit (und mögliche Zukunft) aussieht erzählt er in diesem Buch. 
Mich hat seine nüchterne Erzählweise wirklich sehr berührt, da er teilweise von wirklich sehr schlimmen Dingen berichtet die ihm geschehen sind. Ich habe ihn trotz seiner sehr verschrobenen Art schnell ins Herz geschlossen.
Dennoch hätte ich mir ein etwas abgeändertes Ende gewünscht, da ich die Handlungen der Figuren auf den letzten paar Seiten viel zu inkonsequent fand und am liebsten selbst in der ein oder anderen Situation eingegriffen hätte.

Dennoch: Ein einzigartiges Leseerlebnis, das einem erschütternd vor Augen führt, wie viel doch unter der äußeren Hülle verborgen schlummert.

4,5/5 Bookmarks



Eigentlich gehören Thriller gar nicht zu meinem üblichen Buch-Beuteschema, aber früher habe ich Sebastian Fitzek sehr gerne gelesen und nach vielen positiven Meinungen über Passagier 23 dachte ich, ich gebe dem Mann einfach nochmal eine Chance. Und diese Chance hat er sich auch redlich verdient!
Wir befinden uns auf einem Kreuzfahrtschiff, auf der ein Passagier 23, ein verloren geglaubter Gast, wieder aufgetaucht ist. Das Mädchen wurde damals, genauso wie ihre ebenfalls verschwundene Mutter, als tot erklärt, aber nun ist sie wieder da, nur reden tut sie kein Wort. 
Der Hauptcharakter Martin Schwartz, Polizeipsychologe und selbst Opfer eines bis heute ungeklärten Kreuzfahrtschiffunfalls, bei dem seine Frau und sein Sohn starben.
Der Leser begleitet ihn auf seiner Suche nach der Wahrheit, bei der er natürlich auch das Rätsel um den Tod seiner eigenen Familie aufdecken will. 
Er entdeckt immer mehr schmutzige Geheimnisse und vertuschte Tatsachen, sodass ich vor allen gegen Ende fieberhaft an den Seiten hang, um zu erfahren was denn jetzt hinter all den Vorfällen steckt.
Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen, hat es doch einige spannende Stunden für mich bereitgehalten. Jedoch ging mir die Handlung teilweise etwas zu langsam voran und vor allem die ersten 50 Seiten waren sehr schwer für mich zu bewältigen.
Das Ende wiederum fand ich absolut grandios und hätte nie damit gerechnet!
Der Epilog hat dem ganzen noch einmal das Sahnehäubchen aufgesetzt, denn er war einfach nur köstlich komisch :D

Ein Buch, dass mich im Großen und Ganzen überzeugen und gut unterhalten konnte, jedoch auch noch ein paar kleine Schwächen hat, die Fitzek bei seinem nächsten Buch sicherlich wieder ausbügelt!

4/5 Bookmarks


Kommentare:

  1. Mir ging es mit "Wainwood House" leider genauso. Anfangs mochte ich den Downton Abbey Flair und hab es recht zügig gelesen. Dann kam ein Durchhänger, der sich bis zum Ende gehalten hat. Es war nicht mehr fesselnd und ich habe mehr und mehr das Interesse verloren. Mit den langen Kapiteln ist mir auch aufgefallen! Echt schade.

    Aber cool, dass du "Passagier 23" mochtest, das Buch scheint nicht für jeden etwas zu sein. Ich fands sehr spannend und klasse! Allerdings als Hörbuch, da sind mir weniger fesselnde Stellen nicht so bewusst.

    Liebe Grüße,
    Tina

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    1. Ganz genau! Auch das sich der Handlungsort so gut wie nie ändert und fast die gesamte Geschichte nur in diesem Haus spielt trägt nicht unbedingt zum Spannungsaufbau bei :/

      Echt? Ich wusste gar nicht, dass das Buch so speziell ist :D Gut, teilweise fand ich es schon ein bisschen eklig, aber ich glaube da gibt es noch viel härtere Kaliber :D

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