[Rezension] Selection - Der Erwählte , Kiera Cass



Selection #3 ○ Gebunden 16,99€ ○ Sauerländer ○ 384 Seiten



35 perfekte Mädchen waren angetreten. Nun geht das Casting in die letzte Runde: Vier Mädchen träumen von der Krone Illeás und einer Märchenhochzeit. America ist noch immer die Favoritin des Prinzen, doch auch ihre Jugendliebe Aspen umwirbt sie heftig. Sie zögert, denn sie liebt beide. Doch jetzt ist der Moment der Entscheidung gekommen: America hat ihr Herz vergeben, mit allen Konsequenzen. Komme, was wolle …



Zuerst einmal: Warum zum Teufel heißt dieses Buch "Der Erwählte"? DER?? 
Wer auch nur 3 Sätze von diesem Buch gelesen hat, wird ziemlich schnell feststellen, dass für America tatsächlich schon von Beginn an klipp und klar feststeht, für wen sie sich entschieden hat und dass sich die Geschichte viel mehr um die Auswahl der Elite Mädchen dreht.
Aber hey, so ein verwirrender Titel, den ich jedes Mal falsch sage, wenn ich über das Buch rede hat ja schließlich auch was...

Obwohl ich mir nach Teil 2 der Reihe eigentlich geschworen hatte Band 3 sein zu lassen und mir den kompletten Inhalt sogar habe erzählen lassen, habe ich dann doch nachgegeben. Mein Unwohlsein über das Nichtbeenden von Reihen hat tatsächlich über mein Bedürfnis, meine Zeit nicht an mich aufregende Bücher zu verschwenden, triumphiert.
Und ja, ich war der Verzweiflung nahe, als ich erfahren habe, dass es auch noch einen vierten Band geben soll und die Reihe mit Der Erwählte nicht beendet ist.

Ich muss sagen, America kam mir in diesem dritten Teil nicht ganz so dumm (ja, anders weiß ich es nicht mehr zu betiteln) vor, was aber vermutlich daran lag, dass sie außer mit Maxon kaum irgendwelche Gespräche, geschweige denn überhaupt Interaktionen hatte.
Naiv ist unser kleines Mäuschen dennoch wie eh und je.
Munter wird allen vergeben, wo doch eigentlich Feindschaft herrschte und Ahnungslosigkeit in jeglicher Situation ist natürlich sowieso an der Tagesordnung.

Insgesamt passiert in diesem Teil der Reihe einfach so gut wie gar nichts. 
Ich wüsste nicht mal, was ich sagen sollte, wenn mich jemand bitten würde das Buch zusammenzufassen.
Gut am Ende gibt's nochmal kurz ein bisschen Rambazamba, aber dann ist auch sofort wieder Ruhe im Karton und alle stecken diese "große Katastrophe" einfach so mit einem 'meh' weg.
America verdrückt noch ein paar Tränchen und die Sache ist gegessen.

Abgesehen davon, dass ich das Ende ja schon kannte, hat mich der Ausgang einfach a) null überrascht b) emotional einfach überhaupt nicht gekümmert.

Bei den Bänden davor, konnte ich mich wenigstens immer über Americas unglaublich dämliches Gehabe aufregen, aber ein Buch in dem nicht einmal das möglich ist, kann nur mit der Story einfach nicht überzeugen.
Ich habe einige Absätze übersprungen und mich immer mal wieder gelangweilt.
Dennoch werde ich die Reihe nun auch zu Ende bringen, schließlich bin ich jetzt auch schon so weit gekommen!
Ich hoffe bloß, dass die alte America zurückkehrt und die neue "ich sag nix dazu"-America zu Hause lässt.


Wo ich mich vorher Passagen aufgeregt haben und ich erzürnt über Americas Verhalten immer weitergeblättert habe, komme ich jetzt noch schneller voran, denn manche Abschnitte langweilen mich so, dass ich einfach mehrere Seiten überspringe. 
Ich dachte, schlechter als Band 2 kann es eigentlich kaum noch kommen, aber ich musste feststellen: Langeweile ist leider noch anstrengender als sich aufregen.
Für mich bisher der schwächste Band der Reihe.



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