[Rezension] Miles & Niles - Hirnzellen im Hinterhalt / Jory John und Mac Barnett


Miles & Niles #1 ○ Gebunden 12,99€ ○ cbt ○ 224 Seiten

 Zwei wie Pest und Cholera


Wenn es etwas gibt, das Miles Murphy perfekt beherrscht, dann ist es Streiche spielen. Unfug treiben. Leute austricksen. Keine Frage: Er ist der beste Trickser, den seine alte Schule je gesehen hat. Als Miles gezwungen wird, in das langweilige Kuh-Kaff Yawnee Valley zu ziehen, geht er deshalb davon aus, dass er auch an seiner neuen Schule der beste Trickser sein wird. Es gibt nur ein Problem: Die Schule hat schon einen Trickser. Und der ist gut – unglaublich gut!


Miles ist entsetzt zu sehen, dass sein Konkurrent einem Phantom gleicht: Niemand kennt ihn, nie fliegen seine Streiche auf! Als Miles entdeckt, dass ausgerechnet Lehrerliebling Niles hinter den Geniestreichen steckt, entspinnt sich der größte Trickser-Wettstreit, den Yawnee Valley je gesehen hat. 




Bereits auf den ersten Seiten verzaubern mich die Illustrationen von Kevin Cornell, sodass ich gleich noch mehr Lust hatte in die Geschichte einzusteigen.
Es werden erstaunlich häufig Kühe portraitiert (sieht unten, zum Beispiel im Weltraum), was aber die Geschichte nur umso liebenswerter macht!


Wir begegnen unserem Protagonisten Miles, der, entgegen seinem Willen, in ein Kuhdorf am Ende der Welt ziehen muss. Kuhdorf darf hier wörtlich genommen werden, denn alles in dem kleinen Städtchen scheint sich um Kühe zu drehen.
Als er dann auch seinen Ruf als Trickser durch einen grandiosen Streich eines Unbekannten verliert, scheint für ihn alles gelaufen zu sein. 
Doch lernt Miles dann den Streber Niles kennen und entdeckt, dass hinter Niles Fassade vielmehr als nur sein geschniegeltes Äußeres steckt.

Die Geschichte an sich ist einfach nur sehr niedlich geschrieben und zwar in einer Art, wie auch in Filmen häufig von einem Erzähler gesprochen wird. (Der Name wird immer wiederholt)
Kleines Beispiel:
Miles machte gerne dies und das. Auch konnte Miles sich für jenes begeistern.Was Miles gar nicht mochte war dieses. Damit konnte man Miles jagen.
Dies erzeugt einen witzigen Effekt, der mich die Geschichte noch flüssiger und mit mehr Belustigung hat lesen lassen.

Nach Humor muss man in diesem Buch nicht lange suchen, jedoch waren mir manche Dinge etwas zu übertrieben, sodass ich beim Lesen doch ein paar Mal die Stirn gerunzelt habe. Dennoch ist das Gesamtbild durchaus positiv, wovon auch viel den Illustrationen zu verdanken ist, die die Geschichte optimal unterstützen.
Den zweiten Band würde ich auf jeden Fall gerne lesen!


Ein lustiges Kinderbuch mit wundervollen Illustrationen.
Teilweise etwas überspitzt, trifft es nicht immer ganz meinen Humor, sollte aber für Kinder ab 10 ideal sein.
Her mit Band 2!



 ... an den cbt Verlag für dieses Rezensionsexemplar!



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