[Rezension] Hellhole - Wenn der Teufel bei dir los ist / Gina Damico


Einzelband ○ Broschiert 14,99€ ○ Penhaligon ○ 384 Seiten



Max ist ein stinknormaler Nerd. Mit stinknormalen Nerd-Hobbys (Games) und stinknormalen Nerd-Problemen (zu wenig Kohle für Games und keine Freundin). Doch als eines Tages ein ausgewachsener Teufel – rot, mit Hörnern und einem unglaublich derben Wortschatz – in seinen Keller einzieht, steht Max‘ Leben plötzlich Kopf: Burk macht sich auf der Couch breit, spielt den ganzen Tag Playstation und futtert alle Fastfood-Snacks auf, die sich im Haus befinden. Um jeden Preis muss Max den Teufel loswerden, schon um seiner schwerkranken Mutter den Schock ihres Lebens zu ersparen. Doch dann schlägt Burk ihm einen Deal vor: Er rettet das Leben von Max' Mutter, wenn dieser ihm eine Luxusvilla mit Whirlpool besorgt. Und schlagartig wird aus dem unscheinbaren Max ein kriminelles Mastermind wider Willen …



Durch einen glücklichen Zufall bin ich in der Verlagsvorschau des Penhaligon Verlags auf Hellhole gestoßen und dachte mir, was könntest du in der gruseligen Oktoberzeit besseres lesen als einen Roman über einen Teufel?
Gesagt, getan!

Der Einstieg in das Buch fällt leicht und wir begegnen direkt unserem Anti-Held der Geschichte: Max.
Max hat neben so einige Probleme in seinem Leben zu denen unter anderem seine herzkranke Mutter, die permanente Pflege braucht, sein mieser Job an einer Tankstelle und seine scheinbare Unfähigkeit mit Mädchen zu flirten gehören.
Zu allem Überfluss gräbt er dann auch noch, als er seinem liebsten Hobby, der Archäologie, nachgeht, den Teufel persönlich aus, der im danach so gar nicht mehr von der Seite weichen will...

Max ist ein sympathischer Kerl, der aber auch viele Schwächen hat. Er ist wirklich unglaublich nachgiebig, was ihm am Anfang immer noch mein Mitleid eingebracht hat, mich aber zum Ende des Buches hin immer mehr genervt hat. Klar, Max ist ein Anti-Held, dass heißt genau so, wie die Hauptfiguren von Jugendromanen meist eben nicht sind. Er ist weder sonderlich mutig oder gut aussehend noch besonders intelligent.
Viele der von ihm getroffenen Entscheidungen lassen ihn sehr naiv wirken. Er ist keineswegs ein dummer Junge, handelt aber viel zu oft aus dem Bauch heraus und tritt damit natürlich auch das ein oder andere mal ins Fettnäpfchen.
Burk, der Santan höchstpersönlich, ist tatsächlich ein recht amüsanter Bösewicht. Es fällt sehr schwer ihn einzuschätzen, da er genauso nett wie hinterlistig sein kann. Nie kann man sich wirklich sicher sein, auf welcher Seite er nun steht. 

Die kleine Liebesgeschichte, die so ganz nebenbei abläuft fand ich ganz süß, aber leider gab es viel zu wenig Informationen über das Mädchen, sodass ich zu ihr keine wirkliche Verbindung aufbauen konnte. 

Der Schreibstil ist einfach und gespickt mit witzigen Pointen. Tatsächlich musste ich einige Male lächeln beim lesen, was für mich immer ein Pluspunkt für das Buch ist!
Dennoch gab es, in meinen Augen, in er der Mitte des Plots ein kleines Spannungstief, sodass sich das Buch gefühlt etwas in die Länge gezogen hat. 

Das Ende wiederum hat mir gut gefallen und ist perfekt um so als Einzelband stehen zu bleiben.


Ein Buch mit Hochs und Tiefs, die sich aber gegenseitig einigermaßen ausgeglichen haben.
Der Hauptcharakter war für mich einfach ein wenig zu sehr Anti-Held, als dass ich mich in seine Lage hätte versetzen können. Niemand kann/darf immer nur Pech haben, denn Mitleid ist eigentlich nicht das einzige Gefühl, was ich für einen Protagonist eines (ansonsten lustigen) Romans empfinden möchte.
Die lustigen Szenen mit Burk pendeln das Buch zu einer 3 Sterne Bewertung aus.



3/5 Bookmarks



... an den Penhaligon Verlag für dieses Rezensionsexemplar!

Kommentare:

  1. Hui, das Buch klingt ja genau nach meinem Geschmack! :D
    Vielen Dank für deine Rezension, nun ist mein Wunschzettel wieder um einen Posten reicher *g*

    Liebe Grüße
    Sas

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    1. Das freut mich! Das Buch ist auch tatsächlich mal etwas anderes als das "typische" Jugendbuch, dessen Schema man ja sonst immer überall liest :)

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