[Rezension] Wenn der Sommer endet - Moira Fowley-Doyle


Einzelband ○ Gebunden 16,99€ ○ cbt ○ 320 Seiten



Zeit der Dunkelheit, Zeit der Geheimnisse ...

So lasst uns die Gläser erheben auf die dunkle Zeit … Die dunkle Zeit, wie die 17-jährige Cara, ihre Schwester Alice und ihre restliche Familie es nennen, scheint wie ein Fluch, der sie einmal im Jahr für ein paar Wochen heimsucht. In diesem Zeitraum passieren Unfälle, geliebte Menschen sind schon gestorben. Und dieses Jahr soll es eine der schlimmsten dunklen Zeiten werden, prophezeit Caras Freundin Bea. Mysteriöse Dinge geschehen und bald weiß Cara nicht mehr, was Traum und was Realität, was Magie und was echt ist. Die Grenzen verschwimmen, und als lange vergessene tragische Ereignisse ans Licht kommen, könnte es für Cara, ihre große Liebe Sam und ihre Schwester Alice schon zu spät sein …



Schon die ersten paar Seiten sind gleichermaßen mysteriös und verwirrend. Es wird um ein Lagerfeuer getanzt, einige (rituelle?) Gesänge werden angestimmt...wo bin ich hier nur hineingeraten?
Aber es folgt ein Cut und der Leser befindet sich wieder einige Zeit vor diesem mysteriösen Ereignis. 

Wir begegnen Cara, Alice, Sam und Bea, einer eher ungewöhnlichen Clique, die sich selbst wohl als die "uncoolen" Kids betrachten würden. Die Geschichte wird erzählt von Cara, die eine eher naive und schüchterne 16(?) Jährige mit einer blühenden Fantasie ist. 

Eben diese Fantasie zeigt sich sehr häufig, denn Cara sieht viele Dinge, die nicht wirklich real zu sein scheinen, sodass ich mich als Leser oft gefragt habe, ob das Buch jetzt doch Fantasy Aspekte hat.
Auch gibt es viele Metaphern, die in die Geschichte wie echt Handlungsstränge eingeflochten werden. Dies stellt die Metaphern aber häufig in einen sehr merkwürdigen Kontext, sodass es häufig zu verwirrenden Entwicklungen kommt.

Der Schreibstil an sich ist sehr bildlich und reich an Wortspielen, was einerseits poetisch wirkt, andererseits die eigentlich eher dünne Handlung unnötig in die Länge zieht. 
Auch scheint es keinen wirklich roten Faden zu geben und die Geschichte springt von einem Ereignis zum nächsten und wieder zurück in die Vergangenheit.

Die Entwicklung zwischen den Figuren fand ich etwas zu eindeutig und vorhersehbar. Wobei ich aber die Beziehung der Schwestern zueinander sehr interessant fand, eben weil sie nicht so perfekt ist.

Das Ende der Geschichte hat mich noch einmal positiv überrascht und die Wertung noch ein kleines Stückchen angehoben, denn mit so etwas hatte ich tatsächlich nicht gerechnet.
Dennoch kann ich auch nach dem Umschlagen der letzten Seite nicht genau sagen, ob das Buch jetzt Fantasyelemente enthält oder ob die verschiedenen Ereignisse und Figuren doch nur Caras Fantasie entspringen. 
Ich bleibe verwirrt zurück.


Eine etwas verwirrende Geschichte trifft auf einen sehr wortgewandten Schreibstil, der sich leider mit so vielen Metaphern und Anspielungen schmückt, dass man sich oft nicht ganz sicher ist, ob diese Ereignisse nun dem reellen Geschehen entsprechen oder doch nur der Fantasie der Hauptfigur entspringen.
Mir persönlich gefällt es nicht so sehr etwas konfus aus einem Buch hinauszugehen, aber ich könnte mir vorstellen, dass anderen Menschen eben dieses vage und frei interpretierbare spannend und mysteriös finden.
Ich weiß gerne woran ich bin und mag klare Tatsachen, sodass dieses Buch leider nicht so ganz meinem Geschmack entsprochen hat. 



2,5/5 Bookmarks



...an den cbt Verlag für dieses Rezensionsexemplar!

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